Süchtig nach Energie und Rohstoffen

Das Verhalten, das wir als Menschheit an den Tag legen, unterscheidet sich kaum mehr von dem eines Heroinsüchtigen. Wir hängen an der Nadel. Wir sind süchtig nach Profit, Öl, Wachstum, Rohstoffen. Die Realität von sterbenden Menschen, zerstörter Natur und einem zerbröselnden System haben wir dabei längst ausgeblendet.

Aber sie holt einen eben doch ein. Und wahrscheinlich recht bald. Nämlich spätestens dann, wenn dem Junkie der Stoff ausgeht. Und das ist nunmehr mit jedem Tag zunehmend der Fall. Wir rasen auf die Wand zu und geben nochmal Vollgas. Einen Plan B gibt es nicht. Es ist wirklich absurd.

Es ist nicht nur ein Stoff, der uns ausgeht. Es sind alle.

Deshalb hat Richard Heinberg den Begriff „Peak Everything“ geprägt: Wir haben von allem das meiste verbraucht, jetzt geht es bergab. Während der Bedarf immer noch exponentiell steigt, nehmen die Reserven nunmehr beständig ab. Und damit bringen wir nicht nur das Ökosystem, sondern auch die Weltwirtschaft und die menschliche Zivilisation als Ganzes in Gefahr.“ (https://www.sein.de/peak-everything-uns-geht-der-stoff-aus/)

Die Antwort der Transition Town Bewegung auf die gegenwärtigen Herausforderungen kann unter den Oberbegriffen LOKAL UND RESILIENT zusammengefasst werden.

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) sieht die Transition Town Bewegung als Teil einer „Weltbürger*innen-Bewegung für den Klimaschutz“ und die Aktiven in den Transition Gruppen als „Pioniere des Wandels“, die konkret eine Transformation von unten initiieren und auch bereits vielfältige Projekte auf kommunaler Ebene realisieren. Die Bewegung ist inhaltlich so breit aufgestellt, dass sie bspw. fast alle der 17 SDGs in Form von Aktionen und konkreten Projekten thematisiert und pragmatische, konstruktiv-positive und einfach Lösungsansätze anbietet.